LEADER-Wörterbuch:

Unsere Gesellschaft unterliegt einer ständigen Entwicklung. Auch in sprachlicher Hinsicht. Folgendes „Wörterbuch“ soll dem Nicht-Insider gewisse sprachliche Begrifflichkeiten der LEADER-Welt näherbringen, um sich auf dieser Homepage und überhaupt in der ländlichen Entwicklung besser zurechtfinden zu können.

Diversifizierung hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten:
Ziel der Diversifizierung in der Landwirtschaft ist die Stärkung landwirtschaftlicher Betriebe durch außerlandwirtschaftliches Zusatzeinkommen aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen gemäß den Anforderungen des Marktes und die Erwirtschaftung außerlandwirtschaftlichen Einkommens durch Entfaltung wirtschaftlicher Tätigkeiten im ländlichen Raum unter Heranziehung landwirtschaftlicher Produktionsfaktoren.

EGEM: Energiespargemeindenprogramm; EnErgiESpargEmEinDEn-programm (EgEm). Im Rahmen von EGEM fördert das Land Oberösterreich die Entwicklung, Vorbereitung und Durchführung von lokalen Energiesparprogrammen und ganzheitlichen lokalen Energiekonzepten und die dabei anfallenden Kosten, nach Maßgabe dieser Richtlinien und der hiefür zur Verfügung stehenden Mittel. Das Programm ergänzt sich in den Förderschwerpunkten mit dem bestehenden Förderprogramm für Klimaschutz in Oberösterreich.

Klima- und Energie Modelregionen:
Keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten, keine Angst mehr vor Gaskrisen - stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Die ersten österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen verfolgen genau dieses Ziel. Uns sie sollen Vorbilder für andere Regionen werden. Die langfristige Vision: ein energieautarkes Österreich.

LVL: LEADERverantwortliche Landesstelle, beim Land OÖ die Abteilung Land- und Forstwirtschaft. Die LVL stellt das Verbindungsglied zwischen dem BMLFUW als Verwaltungsbehörde und den LEADER-Regionen in unserem Bundesland dar.

Als Teil der Bewilligenden Stelle (beim Landeshauptmann) hat die LVL insbesondere folgende Aufgaben zu erfüllen:

- Entgegennahme der Förderungsanträge gemäß 1.9.5.8 der Sonderrichtlinie

- Zuteilung des Förderungsantrages an eine von der Zahlstelle mit der Funktion der Bewilligung betraute Stelle auf Bundes- oder Landesebene bzw. fördertechnische Bearbeitung innerhalb der LEADER-verantwortlichen Landesstelle, falls diese selbst für die Bewilligung zuständig ist.

LAG: Lokale Aktionsgruppe. Lokale öffentlich-rechtliche Partnerschaften (so genannte Lokale Aktionsgruppen) agieren als Plattform und Motor der Entwicklung und fördern die Umsetzung einer sektor- und gemeindeübergreifenden Regionalentwicklung in der jeweiligen LEADER-Region. In sind die sogenannten LAG´s alle als Vereine mit Obmann/Obfrau, Vorstand, Geschäftsführung etc. organisiert. Im Fall einer positiven Auswahl werden künftig 20 LAG´s in die ländliche Entwicklung betreuen. 

Nicht-Anhang I-Waren:
Nicht-Anhang I Waren sind landwirtschaftliche Verarbeitungserzeugnisse mit einem hohen Verarbeitungsgrad; so genannte Produkte der zweiten bzw. einer höheren Verarbeitungsstufe (Produkte der ersten Verarbeitungsstufe wie z. B. Mehl, Zucker, Milchpulver, Malz usw. werden zu Produkten einer höheren Verarbeitungsstufe z. B. Schokoladen, Backwaren, Bier, Limonaden usw. weiterverarbeitet).

RM: Die Regionalmanagement GmbH (RMOÖ) ist die Regionalentwicklungsagentur des Landes Oberösterreich. Sie ist als oberösterreichisches Kompetenzzentrum für Regionalentwicklung Ansprechpartner für Gemeinden, Vereine, Institutionen und regionale Akteure, die Initiativen zur Entwicklung ihrer Region umsetzen wollen.

Ziel der Regionalmanagement GmbH ist die Sicherung und Stärkung von Attraktivität, Lebensqualität, Wettbewerbsstärke und grenzüberschreitender Kooperation der oberösterreichischen Regionen. Das beinhaltet eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung, sozialen Zusammenhalt, attraktive Arbeitsplätze, Nachhaltigkeit und langfristig orientierte Raumplanung sowie die positive Entwicklung weicher Standortfaktoren wie Wohn-, Freizeit-, Natur- und Kulturangeboten in den oberösterreichischen Regionen.  

Verwaltungsbehörde: Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft, BMLFUW, das sich für das Programm der Ländlichen Entwicklung sowie der Sonderrichtlinie verantwortlich zeichnet.

Zahlstelle: Agrarmarkt Austria (AMA). Jene Stelle, die die EU-, Bundes- und Landesmittel verwaltet und für Förderprojekte zur Auszahlung bringt. Gleichzeitig ist sie auch für die ordnungsgemäße und zweckentsprechende Verwendung der Mittel verantwortlich.

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